Zentrales oder Dezentrales Treasury?

Die Globalisierung der Unternehmen betrifft zunehmend auch die Treasury-Abteilungen. Dabei stellt sich in der Folge die Frage, ob im Treasury eine Zentrale Konzernstelle oder Lokale Kompetenzzentren aufgebaut werden sollen.

Auf diese Frage gibt es keine ‚richtige oder falsche’ Antwort. Vielmehr sind verschiedenste Faktoren, wie steuerliche und rechtliche Aspekte, zu berücksichtigen. Daneben sind auch andere Punkte in die Entscheidung mit ein zu beziehen. Dazu gehören allenfalls verschiedene Zeitzonen innerhalb der Unternehmensgruppe, aber auch eventuell fehlende Kenntnisse der lokalen Situation.

 

Technische Aspekte

Als Produzentin der Treasury-Applikation  ist  gefordert, die technischen Anforderungen sowohl an ein Zentrales als auch an ein Dezentrales Treasury zu erfüllen.

In  können einzelne Units (Subholdings und/oder aktive (Tochter-) Gesellschaften autonom und lokal ‚ihr’ eigenes Treasury betreiben. Sie können lokal ihre Kontenauszüge einlesen, im Rahmen ihrer Kompetenzen Handel mit lokalen Banken oder der Management-Gesellschaft abwickeln, Reports für ihren Bereich fahren und allenfalls auch eine eigene FiBu-Schnittstelle einsetzen. Trotzdem bleiben sie Teil eines Gesamtsystems.

 

Applikatorische Anforderungen

Neben technischen gibt es auch applikatorische Aspekte, die in  berücksichtigt werden.

Dazu gehören für den Intercompany-Handel die Spiegelbuchungen. Wenn eine Management-Gesellschaft mit einer Tochtergesellschaft eine Festgeldanlage abschliesst, ist dies aus Sicht der TG eine Festgeldaufnahme. Bei entsprechender Parametrisierung generiert magnet bei der Erfassung dieser Festanlage sofort als Parallelbuchung eine Festaufnahme. Bei einer aktiven Gesellschaft muss der Treasury-Verantwortliche der TG das Geschäft noch in einem Bestätigungsverfahren akzeptieren. Bei einer passiven Tochtergesellschaft ist dies nicht nötig.

Bei Intercompany-Transfers generiert  automatisch Parallel-Buchungen auf Intercompany-Konten. Im Rahmen des Intercompany-Accountings wird das Zins-Abrechnungs-Verfahren administrativ unterstützt.